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Außenwände benötigen viel Pflege. So ist es nicht nur ratsam, eine Fassadenreinigung Luzern, Leipzig oder Linz zu beauftragen, sondern auch die Fassadendämmung professionell anzugehen. Heizkosten senken, Energie sparen – das sind die beiden wesentlichen Aspekte, die Hausbesitzer im Blick haben, wenn sie sich für eine Wärmedämmung der Außenwände entscheiden.

Eine Fassadendämmung bringt sogar noch mehr: ein gutes Raumklima zu jeder Jahreszeit, Schutz der Bausubstanz vor Witterungseinflüssen, Wertsteigerung der Immobilie und die Möglichkeit, einer alten Fassade ein neues Gesicht zu verleihen. Erfahren Sie in diesem Beitrag, welche Möglichkeiten der Wärmedämmung der Außenwände es gibt und warum eine Fassadendämmung so wichtig ist.

Welche Dämmverfahren eignen sich?

Für die Dämmung von Außenwänden kommen zwei Verfahren in Frage: ein Wärmedämmverbundsystem (WDVS) oder eine hinterlüftete Vorhangfassade. Beide Systeme können bei der Dämmung von Neu- und Altbauten eingesetzt werden.

Wärmedämmverbundsystem

Beim Wärmedämmverbundsystem wird Dämmmaterial an der Außenwand eines Gebäudes befestigt und anschließend verputzt. Es ist die richtige Wahl, wenn Sie eine verputzte Fassade wünschen. Der Aufbau eines Wärmeverbundsystems besteht aus mehreren Komponenten:

  • den Fassadendämmplatten und ihrem Befestigungsmaterial
  • dem Unterputz mit Armierungsgewebe
  • dem Oberputz

Die einzelnen Komponenten bilden im WDVS ein Gesamtpaket: Die Putze und Befestigungsmaterialien sind auf den jeweils verwendeten Dämmstoff abgestimmt.

Dämmstoffe

Da sie im Außenbereich Witterungseinflüssen und anderen schädlichen Einflüssen ausgesetzt sind, müssen die Dämmstoffe im Wärmedämmverbundsystem hohe Ansprüche erfüllen. Materialien mit hoher Brennbarkeit oder hoher Wasseraufnahme eignen sich für die Fassadendämmung nicht. In Wärmeverbundsystemen kommen drei Gruppen von Dämmstoffen zum Einsatz:

  • synthetische Dämmstoffe wie Polystyrol oder Polyurethan
  • mineralische Dämmstoffe wie Mineralwolle, Mineralschaum oder Kalziumsilikatplatten
  • ökologische Dämmstoffe wie Holzfaser, Hanf, Kork oder Schafwolle

Montage der Fassadendämmplatten

Im WDVS werden die Dämmplatten entweder durch Kleben, durch Kleben und Dübeln oder durch Schienenbefestigung an der Außenwand montiert. Welche Befestigungsart sich eignet, hängt von drei Faktoren ab: der Beschaffenheit des Untergrunds, dem Gewicht des Dämmstoffes und der Art der Beschichtung.

Eine Befestigung allein durch Verklebung ist die kostengünstigste Alternative. Möglich ist das reine Verkleben bei sehr leichten Wärmedämmstoffen – zum Beispiel bei Polystyrol. Bei ebenen Untergründen wird der Kleber auf der ganzen Fläche aufgetragen, bei Untergründen mit Unebenheiten wendet man die Wulst-Punkt-Methode an.

Wenn das Gesamtgewicht des Systems 10 kg/qm überschreitet, muss zusätzlich zur Verklebung eine Befestigung durch Dübel erfolgen. Systeme mit dem Dämmstoff Steinwolle müssen unabhängig vom Gewicht in jedem Fall zusätzlich verdübelt werden. Verwendet werden Tellerdübel, die den Wärmeverlust minimieren.

Die kostspielige Schienenbefestigung wird nötig, wenn der Untergrund besonders starke Unebenheiten aufweist. Bei dieser Methode werden an der Fassade Metallschienen angedübelt. Die Dämmplatten werden an den Schienen befestigt. Eine Verklebung entfällt.

Kosten

Die Kosten für ein Wärmedämmverbundsystem liegen zwischen 100 und 200 Euro pro Quadratmeter. Der genaue Preis hängt davon ab, welcher Dämmstoff und welche Dämmstoffstärke gewählt werden und welche Befestigungsart zum Einsatz kommt. Bei der Sanierung von Altbauten spielt außerdem die Beschaffenheit der alten Fassade eine Rolle.

Hinterlüftete Vorhangfassade

Bei der hinterlüfteten Vorhangfassade wird der Dämmstoff nicht verputzt. Stattdessen wird auf einer Unterkonstruktion eine Fassadenverkleidung zum Beispiel aus Holz, Stein-, Metall, Glas- oder Verbundwerkstoffplatten montiert. Zwischen dem Dämmstoff und der Verkleidung bleibt ein Hinterlüftungsraum, in dem die Luft zirkulieren kann. Dadurch wird Feuchtehaushalt reguliert. Eine Vorhangfassade ist die richtige Lösung, wenn Sie sich eine Fassadeverkleidung wünschen, die einerseits langlebig und pflegeleicht ist und andererseits viele Gestaltungsmöglichkeiten bietet.

Aufbau

Die hinterlüftete Vorhangfassade ist aus vier Elementen aufgebaut:

  • Dämmstoff
  • Unterkonstruktion
  • Hinterlüftungsraum
  • Verkleidung

Dämmstoffe

Auch für die hinterlüftete Fassade haben Sie die Wahl zwischen verschiedenen Dämmstoffen. Am häufigsten werden Mineralwollen (Stein- oder Glaswolle) verwendet – als nicht brennbare Baustoffe bieten sie neben dem Wärmeschutz auch einen Brandschutz. Es eignen sich aber auch ökologische Dämmstoffe aus natürlichen Materialien wie Holzfaser, Hanf, Kork oder Zellulose.
Die Dämmplatten müssen so verlegt werden, dass zwischen Dämmung und Untergrund keine Zwischenräume entstehen.

Unterkonstruktion

Die Unterkonstruktion verbindet die Fassadenverkleidung mit der tragenden Außenwand. Als Material eignen sich Holz, Edelstahl oder Aluminium. Unebenheiten der Außenwand können problemlos durch die Unterkonstruktion ausgeglichen werden.

Hinterlüftung

Die Luftschicht zwischen Dämmung und Fassadenverkleidung hat eine Tiefe von 2 bis maximal 15 Zentimetern. In dem Hinterlüftungsraum kann die Luft zirkulieren. Dadurch hält die Hinterlüftung die Außenwand und den Dämmstoff trocken und sorgt dafür, dass sich kein Schimmel bilden kann.

Verkleidung

Die Fassadenverkleidung kann aus Holzschalung, Klinkersteinen, Stahl- oder Kupferblech, Naturstein- oder Kunststeinplatten, Glas oder Verbundmaterialien wie Faserzement oder Glasfaserbeton bestehen und erlaubt so die Umsetzung interessanter und vielfältiger Gestaltungsideen. Eine Fassadenverkleidung ist robust und wartungsarm.

Sie schützt die Hauswand vor extremen Wetterbedingungen wie Sturm, Hagel oder starker Sonneneinstrahlung. Im Sommer bleibt es im Haus länger kühl, da sich die Fassadenverkleidung aufheizt, nicht aber das Mauerwerk.

Kosten

Die Kosten für eine hinterlüftete Vorhangfassade liegen zwischen 150 und 250 Euro pro Quadratmeter und sind damit höher als beim WDVS. Die Höhe der tatsächlichen Aufwendungen hängt davon ab, welcher Dämmstoff und welche Dämmstoffstärke verwendet werden, und aus welchem Material die Unterkonstruktion besteht. Bei Altbauten hat außerdem der Zustand der bisherigen Fassade Auswirkungen auf die Kosten.

Was spricht für eine Wärmedämmung der Außenwände?

Wenn Sie sich als Hausbesitzer für eine Wärmedämmung der Außenwände entscheiden, können Sie mit dieser Maßnahme deutlich Heizkosten sparen. Darüber hinaus leisten Sie einen wertvollen Beitrag zu Klima- und Umweltschutz, indem Sie den Energieverbrauch und die Kohlendioxid-Emissionen Ihres Gebäudes reduzieren.

Heizkostenreduktion

Über ungedämmte Außenwände entstehen hohe Wärmeverluste. Wenn eine gute Wärmedämmung Außenwände schützt, verringert das die Heizkosten – und zwar erheblich. Wie hoch die Ersparnis während der Heizperiode genau ist, hängt vom einzelnen Haus, dem gewählten Dämmstoff, der Dämmstoffstärke und der jeweiligen Ausführung ab. Je älter ein Haus ist, desto deutlicher fällt die Einsparung aus. Im Durchschnitt können Sie mit einem Einsparpotential von bis zu 19 Prozent der Heizkosten rechnen.

Energiesparen

Mit Wärmedämmung Außenwände zu versehen, kostet erst einmal Ressourcen, die für die Herstellung und den Transport der Baustoffe, ihre Montage und später einmal ihre Entsorgung oder ihr Recycling anfallen. Durch die Verringerung des Wärmeverlusts des Gebäudes werden andererseits Heizenergie gespart und klimaschädliche Kohlendioxid-Emissionen reduziert. Unter ökologischem Gesichtspunkt amortisiert sich eine Fassadendämmung bereits nach zwei Jahren.

Um den Energiebedarf in Zukunft weitgehend mit erneuerbaren Energien decken zu können, ist es aus Sicht von Experten notwendig, den Energieverbrauch zu reduzieren. Die Wärmedämmung der Außenwände kann hier einen wesentlichen Beitrag leisten.

Fazit

Eine gute Wärmedämmung der Außenwände lohnt sich: Sie spart Heizkosten, schont Ressourcen und schützt Umwelt und Klima – unabhängig davon, für welches Dämmsystem Sie sich entscheiden.